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7. Mai 2014

Hamburg – meine Perle!

Druckspatz Hamburg

Sooo, nun komme ich endlich dazu wieder einmal einen Blog-Eintrag zu schreiben. Nicht dass bei mir nichts los wäre! Im Gegenteil! Ich hatte so viel um die Ohren dass ich einfach keine Zeit fand euch davon zu berichten. Dies wird aber ab sofort nachgeholt.

Und starten möchte ich mit meinem Besuch in Hamburg, der zwar schon im März war, aber absolut berichtenswert ist. Grund für die Reise nach Hamburg war ein angebotener VHS-Kurs zum Thema „Setzen und Drucken“, der im Museum der Arbeit abgehalten wurde. Und war anderer als Helmut B. wäre hierfür der richtige gewesen? Helmut hatte mir etwas vor einem Jahr meinen Trettiegel vermittelt, und mir war schon letztes Jahr klar, dass ich unbedingt bei ihm einen Kurs belegen möchte. Doch leider hatte es bisher mit den Terminen nicht klappen wollen. Aber jetzt!

Der Kurs ging 2 Tage (Samstag und Sonntag), und außer mir waren noch 5 druckinteressierte Damen von Nah und Fern angereist. Nach einer kurzen Einführung ging es dann direkt in die Setzgassen und wir legten los. Die erste Aufgabe bestand darin, unseren Vor- und Nachnamen zu setzen. Gesetzt – gedruckt! Nach dieser ersten kleinen Probe durften wir uns dann frei durch die Werkstatt bewegen, sämtliche Setzschränke öffnen, Bleilettern, Holzlettern und Klischees in Augenschein nehmen und uns dann nach Lust und Laune Postkarten, Visitenkarten, und Plakate drucken oder was immer uns so in den Sinn kam aufs Papier bringen. Und was wir sehr schnell feststellen mussten: Die Kunst besteht nicht darin das zu setzen was man sieht, sondern das „Blindmaterial“ zu setzen (also die Teile die nicht mitgedruckt werden, aber benötigt werden damit die Form zusammenhält). Quasi Lego für Große. Man könnte das natürlich ganz fachmännisch mit Punkt, Cicero und Konkordanz berechnen, aber für dieses Meisterwerk der hohen Mathematik hatten die zwei Tage leider nicht ausgereicht. Dann doch lieber Lego …

Unterstützt wurde Helmut in den zwei Tagen von Stefan, dem Drucker. Helmut, der Setzer, und Stefan, der Drucker. Das ergänzte sich hervorragend! Und wir hatten so die Möglichkeit unsere gesetzten Kunstwerke auf einem Heidelberger Tiegel drucken zu lassen! Yeah! Eine supergeniale Maschine! Sagte ich schon dass ich bald eine neue Druckmaschine kaufen MUSS? Haha! Das wäre grandios! Stefan brachte viel Zeit und unendlich viel Geduld mit, und so konnte ich ihn mit Fragen löchern und dadurch auch einiges über das Drucken generell in Erfahrung bringen.

Mir hat das ganze Wochenende sehr viel Freude bereitet und auch wissenstechnisch sehr viel gebracht. Lieber Helmut, lieber Stefan, es war einfach spitze mit euch! Nochmals herzlichen Dank. Ihr seid großartig!

Wenn ihr also mal in Hamburg seid, unbedingt im Museum der Arbeit vorbei schauen! Der Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall.

Wie immer piepmatzige Grüße,
oder heute vielleicht doch besser „Butter bei die Fische“,
Bianca